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Freitag, 7. September 2012

Ornamentik und Restaurierung | Holzschnitzer in der Denkmalpflege | Restauration eines Kanzeldeckels | Heilige Geist Taube vom Schalldeckel der Kanzel




Patrick Damiaens
Ornamentschnitzer

Eine neue Taube (Heiliger Geist) für den Kanzeldeckels


St. Anna Kirche in Brügge


Die St. Anna Kirche hat eine bewegte Geschichte. Die Kirchengemeinde von St. Anna war ursprünglich Teil der St. Cross Kirchengemeinde innerhalb der Stadtmauern von 1297. Sie wurde frei und unabhängig in 1668. Die erste Kirche wurde während der Kalvinistischen Herrschaft im Jahre 1581zerstört.

Zwischen 1607 und 1621 wurde mit den alten Materialien eine neue gotische Kirche in der Form einer Kirchenhalle gebaut.



Nur der schlanke Turm blieb in der Originalform. Aber die Kirche unterzog sich einer barocken Metamorphose. Im Jahre 1637 wurde das hölzerne Deckengewölbe durch Backsteine ersetzt und erhielt ihre eigene barocke Form. In dieser Zeit erhielt die Kirche eine außerordentliche barocke Dekoration.

Wenn jemand die Kirche mit dem Gefühl betritt, es handele sich um eine einfache Dorfkirche, wird über den barocken Reichtum der Innenausstattung erstaunt sein und gibt der St. Anna Kirche in Brügge den Titel einer „Wohnzimmerkirche“.


Aus dieser Vielfalt schlagen wir ein paar Besonderheiten vor und lassen die anderen für Ihren Besuch übrig. Nur der zentrale kupferne Kronleuchter ist ein Original.

Zentral zu der geschnitzten Verkleidung auf der rechten Seite befindet sich die barocke Kanzel (1670), die von Maarten Moenaert geformt wurde.

Vor dem Konzil in Trient hielten die Priester ihre Predigt auf einem erhöhten Platz oder an einem Lesepult auf dem Altar oder an der Tür der Kantorei. Durch die katholischen Reformen sollte der Glauben betont werden, auch durch eine Kanzel, die im Besucherbereich platziert war, von wo aus der Prediger seine Botschaften verkündet.


Die Kanzel bestand aus einer Treppe, einen Stützbock, einen Kanzelkorpus und einem Resonanzboden. Eine barocke Kanzel war mit verschiedenen Arten von Glaubenssymbolen dekoriert. Pfarrer machten häufig von dieser Symbolik Gebrauch, so genoss der Gläubige nicht nur das Gesprochene sondern auch das Gesehene.



Der Stützbock der Kanzel ist aus drei verschlungenen Winkeln geformt, ein Meisterwerk der flämischen barocken Holzschnitzkunst.


Dies ist die neue Taube (Heiliger Geist) für den Resonanzdeckel der Kanzel.
Anno 2012

Sie wird vergoldet sein.

Symbolik: Die Taube im Resonanzboden, in der Regel weit oberhalb der Kanzel, ist das Symbol des Heiligen Geistes. Die Taube unter dem Resonanzboden, die von kraftvollen Strahlen umrandet ist, ist die göttliche Gnade.

Heilige.-Geist-Taube vom Schalldeckel der Kanzel





Atelier PatrickDamiaens hat viele Erfahrung mit der Restauration von Kirchenmöbel. Wir bemühen uns um so möglichst viele originale Holzschnitzereien zu behalten und  nach alter Handwerktradition zu arbeiten . 
So erhalten wir  den unsprunglichen Karakter und Ausstrahlung des Möbels und verhindern wir das wertvolle Kirchenmöbel verloren gehen.
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